MedAT mit alten und neuen Problemen

Am Freitag, dem 6. Juli fand wieder das gemeinsame Aufnahmeverfahren der öffentlichen österreichischen Medizinischen Universitäten (bzw. der medizinischen Fakultät in Linz) statt.
Das (wieder einmal) eindrucksvolle Großereignis – 5.945 StudienwerberInnen stellten sich allein in Wien dem MedAT – fand auch in der Presse seinen Widerhall und wurde von den Verantwortlichen für Wortspenden unterschiedlichen inhaltlichen Gehalts genutzt. Dabei würde es gerade auf inhaltlicher Basis einiges zu diesem Test zu sagen geben – ein Test, der aus PR-Gründen ständig (und kostenpflichtig) "weiterentwickelt" wird obwohl der Testentwickler selbst freimütig zugibt, dass die neuen Module keinen Einfluss auf das Ergebnis haben.
Fragen, welche in ihrem Format den grundlegenden didaktischen Empfehlungen zur Fragengestaltung widersprechen und inhaltlich teilweise die LernZIELE des ersten Studienjahres abbilden. Ein Formentest, dessen Relevanz für eine festzustellende ärztliche Eignung nicht gegeben ist, ein Lerntest welcher Fähigkeiten testet, welche im klinischen Alltag explizit nicht angewandt werden sollten.
Bedauerlich, dass hier seit Jahren jeder Diskurs verweigert wird – zu einem der für eine Universität wichtigsten Themen: der Auswahl der Studierenden.
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Verrückt: digitales Medizin-Studium ist EU-akkreditiert

In Österreich weitgehend unbemerkt, wurde in Malta ein "neues Studienmodell" akkreditiert: der in Malta ansässigen European Digital University (EDU) – Teil der ebenfalls in Malta registrierten Digital Education Holdings Ltd. - gelang es tatsächlich, ein (halb)virtuelles Medizinstudium durch das Ministerium für Bildung und Arbeit der Republik Malta akkreditiert zu bekommen. Somit sind die Voraussetzungen für eine Anerkennung in den übrigen EU-Ländern gegeben.
In diesem Studium soll die "Ausbildung" der Studierenden in sämtlichen theoretischen Inhalten nur noch als Online-Fernstudium erfolgen, die klinischen Inhalte werden auf Vertragskliniken aufgeteilt, welche sich (zumindest derzeit) ausschließlich in Deutschland befinden. Momentan einziger Vertragspartner: die Helios-Kliniken, welche in den letzten Jahren durchaus medienpräsent waren – wennschon nicht in Zusammenhang mit akademischer Lehre und qualitätsvoller medizinischer Ausbildung.
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Sitzung der Curriculumkommission Humanmedizin am 3. Juli

Am 3. Juli fand die 16. Sitzung der Curriculumkommission Humanmedizin statt. Auf der Tagesordnung stand das weitere Vorgehen in Bezug auf die (nun endlich zur Verfügung gestellten) Evaluationsergebnisse, die weitere Arbeit der eingesetzten Arbeitsgruppen zu den Themen Curriculum, Prüfungswesen und Evaluation sowie Block 18, zu dem der Blockkoordinator und die Curriculumdirektion eingeladen waren.
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Senatsitzung am 18. Mai

In der 11. Senatsitzung am 18. Mai berichtete der Rektor zum aktuellen Stand zum Campus Mariannengasse, der Studienplatzfinanzierung und dem Stand der aktuellen Berufungsverfahren. Es erfolgten Berichte aus den Curriculumkommissionen Humanmedizin und Zahnmedizin; der Frauenförderungsplan wurde im vierten Anlauf beschlossen. Der Senat wird Ehrentitel für den Bereich der Lehre (wieder) einführen, derzeitige Arbeitstitel: Award for excellent teaching sowie Award for innovative curricular development.
Die Universitätsräte Brigitte Ettl und Reinhard Waneck waren für Diskussion und Gedankenaustausch eingeladen.
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