Die MedUni wählt: 13. & 14. September

Mit Ablauf der jeweils 3-jährigen Funktionsperioden finden am 13. und 14. September 2022 wieder Wahlen in den Senat, den AKG (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen) und der KA-AZG VertreterInnen statt.
Die in diese Gremien demokratisch gewählten Mandatare nominieren in der Folge dann auch die Vertreterinnen und Vertreter für/in die gesetzlich vorgesehenen Kollegialorgane (Habilitationskommissionen, Berufungskommissionen, Curriculumkommissionen) bzw. Arbeitsgruppen - diese Wahlen prägen also ganz wesentlich das "Gesicht" der Universität in den nächsten drei Jahren.
Aufgrund einer Novellierung des UG besteht nun erstmals die Möglichkeit zur Briefwahl, so dass die Ausübung des Wahlrechts nicht an die physische Anwesenheit am Wahltag gebunden ist. Ansuchen zur Zusendung einer Wahlkarte können bis zum 30. August über diesen Link gestellt werden.
Wir haben auf der AMM-Homepage unter dem Menüpunkt "Wahlen" umfangreiche Informationen zur Wahl bereitgestellt: mehr

Raising the Dead: MUVI sucht Geschäftsführer

Mit 6. Juli wurden im Personalmitteilungsblatt (Nr. 27) der MedUni Wien zwei Stellen zur kaufmännischen und wissenschaftlichen Geschäftsführung der MedUni Wien Tochtergesellschaft MUVI (Medical University International) ausgeschrieben.
Die (Neu)Ausschreibungen dieser seit weit über einem Jahrzehnt bestehenden Stellen geht dem Vernehmen nach nicht auf in diesem Bereich angestrebte oder notwendige personelle Änderungen zurück, sondern auf entsprechende Kritik des Rechnungshofs, dass hier niemals ein Ausschreibungsprozess stattgefunden hat.
Dass man dieses nun sozusagen nachholt ist jedoch insofern überraschend, als die MUVI bei nicht unbeträchtlichen Personalkosten (auch durch den Rechnungshof kritisiert; siehe unseren Blog-Beitrag aus dem Jahr 2013 (!): Gehaltvolle Vergütungen) seit geraumer Zeit kein Projekt relevanter Größe an Land gezogen hat und die sich daraus ableitende Forderung nach einer Liquidierung bereits von Erhard Busek in seiner ersten Funktionsperiode als UniRat (also vor dem Jahr 2013) erhoben wurde.

FU Berlin: Webex und der Datenschutz

Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit nimmt in einem uns vorliegenden Schreiben "Bezug auf die bisher geführte Kommunikation über die Nutzung des Videokonferenz- und Kommunikationsdienstes Cisco Webex in der Cloud-Version durch die Freie Universität Berlin" und betont (offensichtlich nicht zum ersten Mal das Vorliegen eines rechtswidrigen Zustandes.
Trotz "erheblicher Anstrengungen" sei es in den letzten Monaten nicht gelungen "eine Lösung zu finden, die Cloud-Lösung von Cisco Webex Meetings rechtskonform einsetzen zu können. All diese Versuche sind leider gescheitert. Die von Cisco zugesagten Änderungen in Richtung einer Verringerung der Datenschutzverstöße sind bis heute im Wesentlichen nicht umgesetzt und wir haben nicht einmal die seitens Cisco zugesagten Informationen zum Stand der Umsetzung erhalten."
Die Datenschutzbeauftragte weist auf mehrere Aspekte hin, die für eine rechtskonforme Nutzung zu gewährleisten wären:

  • Die Inhalte der Kommunikation müssen Ende-zu-Ende verschlüsselt sein (n.b.: dann funktioniert Webex nur noch über die App – nicht über Web-Browser oder Telefoneinwahl)
  • die anfallenden technischen Daten müssen vor Offenlegung an Cisco anonymisiert werden
  • Auch die Daten der Teilnehmenden müssen unauflösbar pseudonymisiert werden. "Die Nutzung von Klardaten wie bisher (..) erscheint nicht tolerierbar".


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Ministerrat beschließt TU Linz

Am Mittwoch, dem 15. Juni wurde die geplante TU Linz im Ministerratsvortrag vorgestellt und als "Institute of Digital Sciences Austria" beschlossen. Diese neugegründete Einrichtung – der Begriff "Universität" wurde in einigen der während der Begutachtungsfrist eingelangten Stellungnahmen vermieden oder unter Anführungszeichen gesetzt – soll bereits 2023/24 mit einem PhD-Studium den Betrieb aufnehmen. Während sich der oberösterreichische Landeshauptmann von der Finalisierung dieses im August 2020 vom damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündeten Projektes naturgemäß begeistert zeigt und sich in hymnischen Metaphern ergeht ("die TU für Digitalisierung wird ein neuer, hell glänzender Planet"), können die übrigen Universitäten diesem Projekt generell wenig abgewinnen.
So ortet die Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz eine "extrem einseitige Orientierung an den Bedürfnissen der oberösterreichischen Industrie und damit einhergehend eine bedrohliche Einschränkung der Freiheit von Forschung und Lehre", den Senat der Linzer Johannes Kepler Uni (JKU) erfüllt "die im Konzeptpapier dargestellte Ausrichtung der neuen Universität und der auf dieser Basis illusionäre Anspruch an wissenschaftliche Exzellenz mit großer Sorge".
Auch der oberösterreichische Landesrechnungshof wundert sich, dass wesentliche Entscheidungen zur Organisation und Finanzierung "ausständig sind oder nicht offengelegt wurden".

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