OECD fordert mehr Grundlagenforschung

Die OECD empfiehlt für Österreich in ihrem aktuellen Bericht zum heimischen FTI-Ökosystem einen stärkeren Fokus der Forschungspolitik auf Wettbewerb, mehr Grundlagenforschung und innovative Forschungskooperationen. Dadurch soll Forscherinnen und Forschern ein attraktiveres Umfeld geboten werden.
In einem überwiegend positiv gezeichneten Bild der heimischen Forschungslandschaft betont dieser die in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gesteigerte Forschungsintensität (zwischen 1998 und 2016 hatte Österreich die zweithöchste aller OECD-Länder).
Handlungsbedarf sieht der Bericht im Bereich der kompetitive Mittelvergabe im Bereich der Grundlagenforschung, die Dotierung in diesem Bereich solle deutlich gesteigert werden.
Die derzeitige budgetäre Ausstattung des FWF wird explizit als Hindernis für das Erreichen wissenschaftliche Exzellenz bezeichnet - womit die Analyse in die gleiche Richtung wie die im Oktober veröffentlichte Stellungnahme der Rektorenkonferenz geht. Diese hielt in einer Aussendung fest, dass "allein 2017 etwa 581 beantragte Stellen trotz ausschließlich oder überwiegend positiver Gutachterbewertungen der 250 eingereichten Projekte nicht gefördert werden konnten. In Summe fehlten dem FWF knapp 84 Millionen Euro zur Förderung dieser Projekte." mehr

Leistungsvereinbarungen ausverhandelt: Budgetplus von 15 Prozent

Die Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen der 21 Universitäten mit dem Bildungsministerium sind für den Zeitraum 2019 bis 2021 abgeschlossen. Insgesamt 9,5 Mrd. Euro wurden den Universitäten direkt zugewiesen, über den klinischen Mehraufwand der medizinischen Universitäten (€ 612 Mio.), Ersatzzahlungen für Studiengebühren (471 Mio.), die Finanzierung der Medizinfakultät an der Uni Linz (114 Mio.) bzw. Bauvorhaben (84 Mio.) erhöhte sich das Budget auf insgesamt 11 Mrd. Euro.
Für die einzelnen Universitäten bedeutet das Steigerungsraten zwischen 8 und 17% im Vergleich zur Vorperiode; für die MedUni Wien ergibt sich ein Plus von 15.1%.
mehr

Sitzung der Curriculumkommission Humanmedizin am 8. November

Am 8. November fand die 19. Sitzung der Curriculumkommission Humanmedizin statt. Auf der Tagesordnung standen Berichte zu den von der CuKo eingesetzten Arbeitsgruppen (Curriculum, Prüfungswesen, Evaluationen), die Absicht der Erstellung eines Positionspapiers der CuKo zu strategischen Fragen der Lehre sowie das Tertial Psychiatrie, welches mit Tertial- Block- und Jahrgangskoordinator(en) erörtert wurde.
mehr

Mehr Geld für Donau-Uni Krems

Laut Bundesminister Heinz Faßmann wird der Bund in Zukunft mehr Geld in die Donau-Universität Krems stecken – geplant sind 40 Millionen Euro für den Zeitraum 2019-2021. Darüber hinaus soll die Donau Uni über eine Änderung des Universitätsgesetzes rechtlich mit den 21 öffentlichen Universitäten gleichgestellt werden.
Die Reaktion der öffentlichen Universitäten fasste die Vorsitzende der Rektorenkonferenz höflich zusammen: "Grundsätzlich aufgeschlossen, aber mit einer Portion Skepsis". Insbesonders forderte Eva Blimlinger, dass die öffentlichen Universitäten in die Finanzierungsfrage des "Donau-Projektes" eingebunden werden - eine Weiterentwicklung der Donau-Uni könne nicht zulasten der anderen Universitäten erfolgen und das Land Niederösterreich nicht von seinen finanziellen Verpflichtungen entbunden werden.