Burgenland finanziert Studienplätze in Krems

Die Burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft hat aktuell eine Kooperationsvereinbarung mit der Danube Private University (DPU) in Krems abgeschlossen.
Gemäß dieser sollen ab dem kommenden Studienjahr jährlich fünf Studienplätze (Humanmedizin) entsprechend gefördert werden – sowohl eine Reduktion der Studiengebühren, als auch die Vollübernahme der Kosten wurde in den Raum gestellt.
Im Gegenzug müssen sich die Studierenden verpflichten, nach dem Studium fünf Jahre den Beruf im Burgenland auszuüben, entweder im Bereich der KRAGES oder in Praxen. Die KRAGES wiederum stellt Famulaturplätze und Ausbildungsplätze im Rahmen des klinisch-praktischen Jahres zur Verfügung.
DPU-Präsidentin Brigitte Wagner-Pischel dazu vollmundig: Mit der Kooperation bringe man seitens der Universität ein internationales Netzwerk mit und wolle ein interessantes Forschungszentrum "mit anerkannten Wissenschaftern aus ganz Europa" auf den Weg bringen.

Stefan Weber: Können die Akademiker nichts mehr?

In der Tageszeitung "Die Presse" verfasste Privatdozent Stefan Weber – medial hauptsächlich als "Plagiatsjäger" wahrgenommen – in einem Gastbeitrag einen überaus interessanten Artikel zur Frage (und Wahrnehmung) von Vorwissen und Studierfähigkeit der Studierenden.
Auch wenn Weber seine Erfahrungen aus dem Bereich der Kommunikationswissenschaft sammelt – die geschilderten Wahrnehmungen und Probleme sind zweifellos auch für das Medizinstudium zu diskutieren, weshalb wir den Artikel nachfolgend im Original wiedergeben. Wir bedanken uns bei Dr. Weber für die Möglichkeit der Veröffentlichung auf der AMM-Homepage
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Ergebnisse der Hochschülerschaftswahlen

Bei den am 27 und 28. Mai abgehaltenen ÖH-Wahlen konnte die Unabhängige Fachschaftsliste MUW (UFMUW) ihre Spitzenposition der letzten Jahre erfolgreich verteidigen, dahinter folgen wie schon nach den letzten Wahlen die (aus der ÖMU umbenannte) WUM mit einem deutlichen Stimmengewinn sowie die VSStÖ.
Bei der Wahl Wahlbeteiligung gab es mit von rund 33% einen weiteren Rückgang im Vergleich zu den vorangegangenen Wahlen (2017: 37%, 2015: 36.97%, 2013: 51%, 2011: 48.5%)

Damit verfügt die UFMUW weiterhin über die meisten Mandate (5), WUM konnten gegenüber den letzten Wahlen genauso ein Mandat zulegen (nun 4) wie die VSStÖ (nun 2) – allerdings muss man berücksichtigen, dass heuer aufgrund einer höheren Zahl an Wahlberechtigten mehr Mandate (11) zu vergeben waren als bei den Wahlen 2017 (8).

FraktionProzent 2019Prozent 2017Prozent 2015Prozent 2013Prozent 2011
UFMUW42.9944.1745.4441.320
AG/ÖMU/WUM36.5927.0930.9229.7065.23
VSStÖ15.5213.168.5114.8026.81

Wahlbeteiligung: 33.35% (2017: 37.08%)

Gnant: Er ist wieder da

Wie die MedUni WIen in einer – von zahlreichen Medien aufgegriffenen - Aussendung mitteilte, erfolgte im anhängigen Rechtstreit um gefälschte OP-Protokolle eine außergerichtliche Einigung zwischen MedUni und Michael Gnant. Demnach wird Gnant die Entlassung von Gnant zurückgezogen und dieser sich im Gegenzug "künftig seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten widmen" - vorerst im Rahmen einer Forschungskarenz.
Das in dieser Causa anhängige strafrechtliche Verfahren läuft weiter, daneben auch ein disziplinarrechtliches Verfahren im Wissenschaftsministerium sowie eine Prüfung seiner Vertrauenswürdigkeit bei der Ärztekammer.
Der Rektor dazu: "Vor Abschluss dieser Verfahren ist eine klinische Tätigkeit des Arbeitnehmers an der Universität jedenfalls undenkbar".

Aus der Aussendung der MedUni Wien:

In der Angelegenheit um Operationsprotokolle am AKH Wien ist es zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen der Medizinischen Universität Wien und dem Chirurgen und ehemaligen Leiter der Universitätsklinik für Chirurgie, Prof. Michael Gnant, gekommen.
Der Chirurg ist dafür verantwortlich, dass er in OP-Protokollen als Haupt-Operateur aufscheint, obwohl er nicht selbst operiert hat, und dass Patientinnen darüber im Unklaren gelassen wurden. Eine weitere Tätigkeit des Chirurgen in einer universitären Leitungsfunktion an der Medizinischen Universität Wien ist daher ausgeschlossen.
Da es sich bei dem betroffenen Chirurgen auch um einen international bekannten Forscher handelt, haben sich die Medizinische Universität Wien und Prof. Gnant geeinigt, dass er sich in den nächsten Jahren auf seine Tätigkeit als Forscher (vorerst im Rahmen einer Forschungskarenz) konzentrieren wird und er sich an der Medizinischen Universität Wien weder in der klinischen Routine noch als Operateur betätigen wird.